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Sonntag, 18. September 2011

Lichterfest

Ich lebe in einem Stadtteil in Hamburg, der leider einen schlechten Ruf hat. Ich wohne in Billstedt, was vielleicht Menschen, die außerhalb von Hamburg ihren Wohnsitz haben, nichts sagt, aber wenn man einem Hamburger beichtet, dass man in Billstedt wohnt, ist die Reaktion meist gleich: "Oh Gott!" Früher habe ich so Sätze gesagt wie "Ich wohne fast bei IKEA!" (stimmt auch, 500m Luftlinie) oder "Ich bin schon fast in Schleswig-Holstein!" (auch das stimmt. Mein Apothekenpraktikum habe ich in SH gemacht und war innerhalb von 10 Minuten mit dem Fahrrad da).

Heute mache ich das nicht mehr. Ich kenne viele Menschen hier, die sehr engagiert sind und sich für unseren Stadtteil einsetzen, weil er lebt. Hier finden sehr viele Projekte statt und einmal im Jahr gibt es zum Beispiel die Lichterkunst. Der Vater eines gutes Freundes von mir organisiert dieses und meine Oma bastelt jedes Jahr wieder fleißig neue Lichter und das Fest wird viel besucht, auch von Hamburgern aus anderen Stadtteilen und alle finden es toll.






Mittwoch, 10. August 2011

Wortsuche & -Findung

Ich habe Sommerpause gemacht, irgendwie. Ich war zelten. Ich war an der Ostsee. Ich war in Kappeln, in Bremen und auf Helgoland. Ich habe den Sommer, über den alle meckern, genossen und das Beste darauß gemacht und am Donnerstag, also morgen, wird für mich der Alltag wieder losgehen und ich müsste jetzt schlafen, aber ich will es nicht.

Wenn man lange nach Worten oder einem Moment gesucht hat, um etwas weiter zu machen, zum Beispiel seinen Blog zu aktualisieren, ist es vielleicht das Beste, andere sprechen zu lassen, die etwas mehr davon verstehen.




Es ist einfach verdammt gut.


Donnerstag, 26. Mai 2011

Krankenbesuche

Was bringt man Menschen mit ins Krankenhaus? Menschen, die eine furchtbare Diagnose bekommen haben und nicht mal wissen, ob sie wieder gesund werden. Ich weiß es nicht. Ich will nicht mit leeren Händen auftauchen und denke seit einer Woche darüber nach was ich sagen soll und was ich mitbringen kann und Blumen sind klischeehaft. Pralinen etc. unangemessen wenn derjenige sich von der Behandlung ständig übergeben muss. Ein Buch? Aber welches.. etwas Philosophisches? Etwas Lustiges? Sowas überfordert mich ernsthaft.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Die Sache mit der Pünktlichkeit

Was ist schlimmer? Zu spät kommen oder zu früh kommen? Meine Oma hatte heute Zufrühkommer. Ein Bekannter wollte sie zwischen 13 und 14 Uhr abholen - Um 12:15 Uhr stand der Herr vor der Tür. Und zufällig gesellte sich noch eine weitere Spezialeinheit hinzu: Die Spontan-mal-kurz-vorbei-Kommer, getarnt als Onkel und Tante.

Meine Oma war mit den Nerven am Ende. Und ich stelle fest, dass ich selbst gerne mal zu früh komme, weil ich irgendwann mal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich immer auf die letzte Minute komme.

Es gibt auch noch zwei weitere Kategorien. Da wären einmal die Gar-nicht-Kommer-ohne-abzusagen. Diese Gruppe hasse ich allerdings nicht so sehr, wie die Spontan-mal-kurz-vorbei-Kommer. Die Spontanen mag ich wirklich am Wenigsten. Ich habe nicht so aufgeräumt, wie ich es gerne hätte, ich habe weder Trinken noch Essen da, ich habe eigentlich etwas anderes zu tun usw. Diejenigen, die spontan doch nicht kommen, schenken mir wenigstens einen freien Nachmittag.

Die letzte Kategorie wäre mir dann wohl die Liebste - So vorbei kommen, wie es verabredet ist und um das auch wirklich einzuhalten, muss ich jetzt los. Kaffeetrinken bei den liebsten Freunden fängt um 17 Uhr an.

Samstag, 19. März 2011

Gedenkminuten

Ich finde dass Gedenkminuten irgendwie etwas Gutes sind. Sie zeigen Respekt und Anteilnahme.
Vor etwa zwei Jahren hat ein Jugendlicher in meinem Handballverein sich umgebracht und seine Mannschaft sollte ein paar Tage später trotzdem spielen. Die Jungs wollten unbedingt, dass vor dem Spiel eine Gedenkminute gemacht wird, aber irgendwie wurde das abgelehnt und dann haben sie sich schwarze Armbinden gemacht und damit gespielt. Ganz viele andere Mannschaften haben dann mitgemacht und einige Menschen, die den Jungen gar nicht gekannt haben, haben geweint und einfach Anteil genommen.
Manchmal geschehen Dinge, die einem einfach die Worte nehmen. Ich kann nicht ausdrücken, was ich bezüglich der Ereignisse in Japan empfinde. Ich kann nicht sagen, wie sehr es mich schockiert oder traurig stimmt oder wütend macht. Ich glaube ich fühle das, was zur Zeit viele fühlen, nämlich in erster Linie Hilflosigkeit, Angst, Trauer, Wut und eine merkwürdige Form des Schocks.

Sonntag, 6. März 2011

Vorbilder

Habt ihr Vorbilder? Menschen, die euch inspirieren oder euch Hoffnung geben?

In den letzten Tagen denke ich viel über Vorbilder nach und darüber was passiert, wenn man feststellt, dass es keine Menschen gibt, die wirklich 100%ige Vorbilder sind, was eigentlich gut ist und gleichzeitig merkwürdig.